`:top
Als `!Trivialschule`! wurde im Spätmittelalter und in der frühen Neuzeit eine `F33f`_`[Lateinschule`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Lateinschule]`_`f bezeichnet, die das `F33f`_`[Trivium`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Trivium]`_`f unterrichtete im Gegensatz zur `F33f`_`[Universität`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Universität]`_`f, an der das `F33f`_`[Quadrivium`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Quadrivium]`_`f und alle höheren Wissenschaften unterrichtet wurden.
Seit dem 17. Jahrhundert wurde der Ausdruck speziell für Schulen verwendet, die nur `F33f`_`[Elementarunterricht`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Elementarunterricht]`_`f erteilen, sowohl für Schulen, die auf höhere Lateinschulen (Gymnasien) vorbereiteten, als auch für `F33f`_`[Bürger-`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Bürgerschule]`_`f oder `F33f`_`[Volksschulen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Volksschule]`_`f. Dabei bedeutet „trivial“, auch im negativen Sinne, einfach oder elementar. Ein Trivialschüler ist ein Schüler, der nur eine einfache Schule besucht.`:cite-ref-1[`F5bf`_`[1`#cite-note-1]`_`f]
Im letzteren Sinne beschreibt die `*`F33f`_`[Oeconomische Encyclopädie`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Oeconomische_Encyclopädie]`_`f`* von J. G. Krünitz eine Trivialschule so: „Schule (Trivial=), gemischte Land= und Bürgerschulen, wo Mädchen und Knaben zusammen unterrichtet werden. Es sind nur niedere Schulen, wo bloß der Elementar=Unterricht im Lesen, Schreiben und Rechnen, Religion etc. etc. ertheilt wird; … Bei uns, im Preußischen, hat man so viel, als möglich, in den niedern Schulen, besonders der Städte, der Sittlichkeit wegen, die Knaben und Mädchen zu trennen gesucht, auf dem Lande ist dieses nicht gut möglich, weil das Local oft beschränkt ist.“`:cite-ref-2[`F5bf`_`[2`#cite-note-2]`_`f]
Beispiele für Trivialschulen finden sich neben zahlreichen anderen Städten in `F33f`_`[Geseke`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Geseke]`_`f, `F33f`_`[Siegburg`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Siegburg]`_`f,`:cite-ref-3[`F5bf`_`[3`#cite-note-3]`_`f] `F33f`_`[Sankt Andrä (Kärnten)`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Sankt_Andrä_(Kärnten)]`_`f und `F33f`_`[Hamm`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Hamm]`_`f.`:cite-ref-4[`F5bf`_`[4`#cite-note-4]`_`f] In `F33f`_`[Schüttorf`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Schüttorf]`_`f gab es im 16. Jahrhundert auch eine sogenannte Trivialschule, diese verstand sich allerdings als eine Bildungseinrichtung, welche auf das Universitätsstudium vorbereitete und nicht als eine einfache Landschule.`:cite-ref-5[`F5bf`_`[5`#cite-note-5]`_`f]
Unter Kaiserin Maria-Theresia wurde die `F33f`_`[Schulpflicht`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Schulpflicht]`_`f für sechs Jahre 1774 in den habsburgischen Landen eingeführt, für die `F33f`_`[Johann Ignaz Felbiger`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Johann_Ignaz_Felbiger]`_`f das Konzept erarbeitete. Wenn hier von Trivialschulen die Rede ist, sind `F33f`_`[Elementarschulen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Elementarschule]`_`f gemeint.
>>Quellen
`:cite-note-1`!1.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-1]`_`f Trivialschule. In: `F33f`_`[Jacob Grimm`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Jacob_Grimm]`_`f, `F33f`_`[Wilhelm Grimm`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Wilhelm_Grimm]`_`f (Hrsg.): `F33f`_`[Deutsches Wörterbuch`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Deutsches_Wörterbuch]`_`f. Band 22: `*Treib–Tz`* – (XI, 1. Abteilung, Teil 2). S. Hirzel, Leipzig 1952, Sp. 726–727 (woerterbuchnetz.de).
`:cite-note-2`!2.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-2]`_`f J. G. Krünitz: `*`F33f`_`[Oeconomische Encyclopädie`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Oeconomische_Encyclopädie]`_`f.`* Band 149: `*Schuld–Schwalbacher Brunnen.`* Pauli, Berlin 1828, S. 443–444 (books.google.de).
`:cite-note-3`!3.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-3]`_`f siegburg.de (`F33f`_`[Memento`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Webarchivierung]`_`f vom 3. Oktober 2006 im `*`F33f`_`[Internet Archive`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Internet_Archive]`_`f`*)
`:cite-note-4`!4.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-4]`_`f hamm.de (`F33f`_`[Memento`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Webarchivierung]`_`f vom 27. September 2007 im `*`F33f`_`[Internet Archive`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Internet_Archive]`_`f`*)
`:cite-note-5`!5.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-5]`_`f gbiu.de (`F33f`_`[Memento`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Webarchivierung]`_`f vom 22. Juni 2006 im `*`F33f`_`[Internet Archive`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Internet_Archive]`_`f`*)
`c`F0af`_`[↑ Back to top`#top]`_`f`a